Januar

by Mario Fiala / Januar 2020

Ein kleiner Einblick in die Gestaltung eines Magazins

Eines vorab zum Thema Print: Schon seit einigen Jahren liest man immer wieder die Zeilen „Print ist tot“ und das sich die „veralteten“ Printmedien nicht mehr lange halten werden. Doch um nicht komplett dem überdigitalisierten Wahnsinn im Alltag zu verfallen, sehnen sich die Menschen auch wieder nach dem Echten und Greifbaren. Der Druckbereich bietet hierfür immer noch die haptische Ebene, die nicht unterschätzt werden sollte. Nun möchte ich Euch anhand des Youwe-Magazins einen kleinen Einblick in den Enstehungsprozess eines Magazins geben.

 

1. Phase: Planen und sammeln

  • Das Redaktionsteam des Magazins plant die Themen der jeweiligen Ausgabe.

  • Die Redakteure machen sich anhand der besprochenen Themen ans Texten der einzelnen Beiträge.
    Jeder Redakteur ist im Normalfall auf ein bestimmtes Gebiet oder Thema spezialisiert.

  • Die fertigen Texte werden zum ersten Mal an den Lektor gesendet. In der Zwischenzeit werden von der Redaktion Bilder und weitere Eckdaten zu den Beiträgen gesammelt und zusammengestellt.

  • Die korrigierten Texte, Bilder und Daten werden nun gesammelt an die Grafik-Abteilung weitergeleitet.

2. Phase: Kreation

  • Zuerst werden die gesendeten Daten von den Grafikern kontrolliert.
    Sind die Bilder für den Druck geeignet? Ist die Textlänge in Ordnung? Was fehlt noch?

  • Die Gestaltungsphase beginnt. Die einzelnen Layouts werden aufgebaut und informativ für den Leser aufbereitet.

  • Wichtig dabei ist immer das Verhältnis von Inhalt und Design auszugleichen. Die Leser sollten nicht mit zu viel Inhalt auf einmal überfordert werden, sondern durch eine passende Aufteilung und genügend Platz zum Lesen angeregt werden.

 

3. Phase: Abstimmung

  • Nach der Gestaltung der Beiträge findet die Abstimmungsphase der Grafikabteilung mit dem Redaktionsteam statt.
    Sind alle zufrieden mit dem Layout? Gibt es noch Änderungswünsche für Text oder Bilder?

  • Oft kann es sein, das in dieser Phase noch neue Artikel dazu- oder wegkommen. Die bereits erstellten Layouts werden je nachdem angepasst, gekürzt oder verlängert.

  • Danach wird das gesamte Magazin nochmals an den Lektor gesendet, da durch die grafische Aufbereitung und den redaktionellen Änderungen noch vieles passieren könnte.

 

4. Phase: Reinzeichnung

  • Nachdem das Redaktionsteam den Inhalt freigibt und die letzen Korrekturen des Lektors eingebaut sind, kann die Reinzeichnungs-Phase für die Grafikabteilung beginnen.

  • Bilder und Farben werden für den Druck optimiert, alle Layouts nochmals durchkontrolliert und schließlich druckspezifische PDF-Dateien generiert. Nun kann die Übergabe der Druckdaten an die Druckerei erfolgen.

  • Die Druckerei bereitet einen digitalen Korrekturabzug vor und sendet diesen vor Druck nochmals an die Agentur. Nach der Freigabe wird nun das Magazin in den Druck geschickt.


Wichtige Elemente im Magazin-Layout

  • Spitzmarken
    Dienen der Orientierung für den Leser. Spitzmarken teilen sichtbar das Magazin in Rubriken ein. Meistens findet man diese auf der Oberseite des jeweiligen Layouts.

  • Headlines
    Die Überschriften sollten knackig kurz und prägnant sein und den Artikel schmackhaft für den Leser machen.

  • Sub-Headlines
    Ein kurzer Satz optional zur Überschrift in kleinerer Typo.

  • Einleitungstexte
    Eine kurze Einleitung ergänzend zum Lauftext.

  • Initiale
    Der erste Buchstabe (in manchen Fällen auch das erste Wort) wird groß und gefettet im Text hervorgehoben, um dem Leser den Beginn des Lauftextes erkennen zu lassen.

  • Lauftexte
    Der Großteil des Beitrags besteht aus dem Lauftext. Aus diesem Grund sollte gerade dieser Teil mit mehreren Unterteilungen, Abständen und/oder Unterüberschriften unterteilt werden um das Lesen des Artikels so angenehm wie möglich zu machen.

  • Pagina
    Als Pagina wird die Seitenzahl des jeweiligen Artikels bezeichnet und dient der schnellen Auffindung bestimmter Beiträge.

  • Infokästchen
    Wichtige Informationen können in einem grafisch hervorgehobenen Kästchen nochmals verdeutlicht werden. Zum Beispiel spezielle Tipps oder Terminangaben.

  • Störer
    Kommen bei speziellen Anlässen zum Einsatz. Zum Beispiel für Gewinnspiele oder direkte Call-to-actions, die den Leser auffordern die Website zu besuchen oder z. B. ein E-Mail zu senden.

  • Credits
    Texter/Redakteure und Fotografen sollten in jedem Artikel vermerkt werden. Meistens geschieht dies durch einen kleinen Text am Rand oder unter der Headline.

 

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Ein Gschicht’l von

Mario Fiala

Mario Fiala

Kontakt

mario@omnes.at

Tags

Druck, Grafik, Kreation, Magazin, print design