Februar

by Tanja Hoffmann / Februar 2021

Emoji-Marketing 🤩

Wer kennt sie nicht? Emojis, die kleinen farbenfrohen Symbole, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Im Jahr 2015 wurde das „Face with Tears of Joy“ Emoji (😂 ) sogar zum Wort des Jahres gewählt. Aber nicht nur privat, sondern auch im Marketing haben Emojis schon längst Einzug gehalten. Doch was bringt der Einsatz von Emojis in der Unternehmenskommunikation?

 

Seit den frühen 20er-Jahren prägt unter anderem ein Sprichwort das Marketing: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Emojis sind nichts anderes als kleine Bilder, die helfen können, mehr als nur Worte zu sagen. Dass sich dieses Prinzip auch schon Marketer zunutze machen, merkt man nicht nur, wenn man durch sein Social Media Feed scrollt. Ein eindrucksvolles Beispiel für Emojis in der Werbung ist die Anfang 2020 gelaunchte Kampagne des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie.

 

Die Verwendung von Emojis im Marketing zielt in erster Linie auf die Steigerung der Brand Awareness und des Engagements ab. A/B-Testings haben außerdem schon oft bewiesen, dass Postings mit Emojis eine höhere Engagement-Rate bei vergleichsweise weniger Kosten schaffen. Emojis bieten die Möglichkeit, Botschaften klarer zu kommunizieren und Emotionen besser auszudrücken. Unternehmen begeben sich mit dem Einsatz von Emojis in ihrer Kommunikation auf eine private und gleichzeitig sympathische Ebene mit ihren Kunden. Das erinnert mehr an das Chatten mit einem Freund, als an die Werbebotschaft eines Unternehmens.


Doch auf was muss man achten, wenn man Emojis in der Unternehmenskommunikation einsetzt? Denn es ist auch Vorsicht geboten, nicht immer werden Emojis als passend wahrgenommen und können möglicherweise sogar der Glaubwürdigkeit des Unternehmens oder der Produkte schaden.

 


Hier kommen also die Do’s and Dont’s im Emoji-Marketing


1. Zielgruppe und Umfeld

Ja, seine Zielgruppe sollte man immer kennen. Aber gerade beim Einsatz von Emojis sollte man sich seiner Zielgruppe und seinem Umfeld, in dem man die Emojis einsetzen möchte, noch mehr bewusst sein. Folgende Fragen sollte man sich hier stellen:

 

  • Verwendet die Zielgruppe, an die ich meine Botschaft richte, auch privat Emojis in ihrer Kommunikation?
  • Passen Emojis zu der Plattform, auf der ich poste bzw. etwas schreibe?
  • Passen Emojis zu meiner Botschaft?

Der Einsatz von Emojis in einem Folder, in dem betreute Friedhofsfahrten bei der Zielgruppe 75+ beworben werden, sollte also gut überlegt sein. ☠️


2. A/B-Testing

Manchmal scheint die Zielgruppe, die Plattform und die Botschaft perfekt für den Einsatz von Emojis. Doch um wirklich sicherzugehen, sollte man sich die A/B-Testing Funktion zunutze machen. Zwei bis drei Postings zu testen bringt Sicherheit.

 

 

3. Weniger ist mehr

Wie so oft im Leben gilt auch beim Einsatz von Emojis: Weniger ist mehr! Zu viele Emojis wirken schnell übertrieben und abschreckend. Außerdem wird so leicht von der eigentlichen Botschaft abgelenkt. 🤓 🤩 😍 😄 🤖 💚 🧠 🤯

 

4. Einsetzen statt ersetzen

Emojis sollten immer als Ergänzung und/oder Betonung gesehen werden. Sie sollte nie als Ersatz für ein Wort oder eine Phrase verwendet werden. Denn nicht immer kann das Emoji eindeutig entziffert werden und es kann es passieren, dass die eigentliche Message nicht richtig verstanden wird. Außerdem können auf unterschiedlichen Geräten Anzeigefehler auftreten und die Emojis werden falsch oder gar nicht dargestellt.



5. Eindeutig zweideutig
Die Bedeutung von Emojis scheint für den Einzelnen glasklar zu sein. Doch Sender und Empfänger können das kleine Symbol durchaus anders interpretieren. Sind es nun betende Hände oder ein High Five
🙏, ist das Emoji freudig oder angespannt 😬, geht es in der Botschaft um einen knackigen Pfirsich oder Po 🍑?
Der Interpretationsspielraum bei Emojis ist groß. Diesem muss man sich unbedingt bewusst sein und die Symbole mit Bedacht einsetzen. Außerdem gilt immer die genderneutralen Emojis nützen (soweit kein genderspezifischer Kontext) und nie eine Hautfarbe, sondern immer das gelbe „Standard-Emoji“ bei den Handzeichen verwenden.
👍

 

 

Der Einsatz von Emojis soll nicht zu einer weiteren Wissenschaft im Marketing werden. Doch die Wirkung der kleinen Symbole sollte nicht unterschätzt werden. Wer gewisse Punkte in der Planung der Kommunikation mitbedenkt, liegt auf jeden Fall richtig! 😊

 

 

 


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Tanja Hoffmann

Tanja Hoffmann

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tanja@omnes.at

Tags

Brand Awareness, eindeutig/zweideutig, Emoiji, marketing, Zielgruppe

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