September

by Daniela Bandion / September 2019

Von der Berufsfotografin zur GrafiklehrlingIn
– oder: wieso Wahnsinn?

Wieso nur bin ich Fotografin geworden?
Eine Frage die ich mir vor kurzem noch sehr oft gestellt habe.


Nirgendwo sonst bekommst du das Gehalt einer Putzfrau und die Arbeit eines Psychologen. Bücher könnte ich mit Anekdoten füllen.
Also habe ich mich nach 10 laaangen Jahren dazu entschlossen einfach alles zu schmeißen. Harte Entscheidung, schließlich beginne ich nun wieder bei Null. Aber die Katzen sollten sowieso ein bisschen abnehmen, also hat die Umstellung von wenig Gehalt zu… naja überleben halt, auch etwas Positives.


Was soll’s also? Auf zum Arbeitsmarkservice, wo man mich gleich ganz verdutzt fragt “Nun Frau Bandion, was haben Sie sich denn vorgestellt, wieso bleiben Sie denn nicht Selbstständig?” – “Tja, wie ehrlich soll ich antworten? Irgendwas mit Steinen wäre toll…”. – Wie sich die Zeiten ändern. So starte ich nun Anfang 2019 mit einer Ausbildung, über ein Programm, zur sogenannten Medienfachfrau mit Schwerpunkt Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien. Kurz: Grafikerin. Was übrigens nicht heißen soll, dass Grafiker nur mit Steinen spielen. Aber wie geht’s nun weiter?

Zu Anfang benötige ich zuerst die ideale Firma. Wenn ich schon neu beginne, dann in einer Firma in der ich gefördert werde, in der ich mich wohl fühle und ganz wichtig: Klimaschutz darf dort kein Fremdwort sein.
Tja, obwohl einem gesagt wird es wäre wünschenswert so eine Firma zu finden, glaube ich übrigens, dass wenn ich mich nicht so vehement dagegen gewehrt hätte, einfach alle Unternehmen in der Umgebung wild an zu schreiben, wäre ich jetzt, wie die anderen Teilnehmerinnen, bei Firmen die mich als Kaffeefräulein benutzen.

Aber ich habe mir OMNES ausgesucht und dort läuft der Hase anders. Nämlich seitwärts und Rad schlagend. (Und er macht auch andere komische Sachen, aber das ist angeblich ein „Betriebsgeheimnis“). Dort werde ich fast täglich, mittlerweile nurmehr wöchentlich, in kaltes Wasser geschmissen um Neues zu lernen. Anfangs hat mich das wahnsinnig gemacht. Die Umgewöhnung von “effizient Arbeiten” zu “Lernen und Fehler machen” ist fast genauso hart wie die Umstellung von Windows auf Mac. Auch jetzt noch muss ich meinen kleinen Finger immer mal wieder ermahnen. Aber jetzt bin ich schon ein paar Monate hier und ich muss sagen, es läuft. Diese Woche besuche ich zum dritten Mal meinen Theoriekurs und ich habe überhaupt keine Panik, dass sich das alles in 1 ½ Jahren NIEMALS AUSGEHEN KANN.

 

Aber sonst ist alles super!

 

Eure Daniela

Ein Gschicht’l von

Daniela Bandion

Daniela Bandion

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