April

by Katharina Franks / April 2020

Nachhaltigkeit im Grafikdesign

Wir schreiben April 2020 und auch in diesem Monat steht ein Thema im Zentrum der Aufmerksamkeit: Covid-19. Dennoch rücken langsam aber stetig wieder Themen ins Bewusstsein, die uns über diese Zeit hinaus beschäftigen werden – und zwar im positiven Sinne.

 

Das Thema der Nachhaltigkeit ist eines davon, und bereits in den letzten Jahren gewann der Begriff im Zuge der Klimadiskussionen maßgeblich an Bedeutung. Es hat sich gezeigt: Nachhaltigkeit ist kein Trend, der vorüberzieht, sondern wird sich auf lange Sicht spür- und sichtbar auf unsere Lebens- und Arbeitsbereiche auswirken – auch auf den Bereich Grafikdesign.

 

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Grafikdesign?

Im Grafikdesign wirkt sich das Thema Nachhaltigkeit am deutlichsten im Bereich der Printproduktion aus: Begonnen bei der Entscheidung, wie hoch die Auflage eines Printprodukts sein soll, bis hin zur Frage, welche Materialien zum Einsatz kommen – wer sich für eine nachhaltige Gestaltung entscheidet, dem stehen mittlerweile viele Möglichkeiten offen.

 

Qualität statt Quantität

Nehmen wir als Beispiel die Produktion von Broschüren und Flyern: War früher die Maxime oft eine möglichst hohe Stückzahl um den niedrigsten Preis, so geht es heute in der Printproduktion mittlerweile oft eher um Qualität statt Quantität. Hochwertige Papiere und Produktionsmöglichkeiten können im wahrsten Sinne des Wortes einen „spürbaren“ Eindruck hinterlassen, und das rückt zunehmend ins Bewusstsein von ProduzentInnen und AuftraggeberInnen.

 

Nachhaltige Veredelungstechniken

Auch die Veredelungstechniken haben sich dahingehend entwickelt: War früher oft die nicht so umweltfreundliche Heißfolienprägung der Liebling unter den Veredelungstechniken, kommt heute viel öfter eine Prägung oder Stanze zum Einsatz. Techniken, die mit einer viel besseren Ökobilanz glänzen können.

 

Nachhaltiges Packaging

Haftete nachhaltigen Papieren früher oft das Image an, dass man ihnen sofort ansehen könne, dass es sich um ein Öko-Papier handelt, so gibt es mittlerweile eine Vielzahl an nachhaltigen Papieren die weder grau- noch gelbstichig sind oder rauh in der Haptik. Für die Vermarktung vieler Produkte ist dieser Effekt mittlerweile aber sogar gewünscht: Wenn man ein nachhaltiges Produkt verkauft, kann man das mit dem entsprechenden Packaging-Design sofort an die KonsumentInnen vermitteln.

 

Zertifikate und Prüfsiegel

Für Papiere gibt es eine Vielzahl von Zertifikaten und Siegeln, wie z.B. „FSC“, „Der Blaue Engel“ oder „ÖKOPAplus“, um nur drei der Bekanntesten zu nennen. Diese und andere Prüfsiegel helfen bei der Entscheidung, welche Papiere zum Einsatz kommen können, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

 

Digitales Grafikdesign

Als Agentur bieten wir mittlerweile verstärkt Werbeformen an, die einen weit geringeren Ressourcenverbrauch als die rein klassische Werbung haben: Von der klassischen Website über Social Media Formate, Bannerwerbungen bis hin zu Google Ads, diese Werbeformen können die klassischen Printwerbungen ergänzen oder in manchen Fällen sogar ersetzen.

 

Fiel früher oft im Vorfeld schon die Entscheidung, dass hauptsächlich in klassischen Medien wie in Zeitschriften und auf Plakatwänden geworben wird, gibt es heute durch die Digitalisierung viel umfassendere Möglichkeiten, Ziegruppe zu erreichen. In jedem Fall ist klar: Im Sinne der Nachhaltigkeit können Agenturen einen wesentlichen Beitrag leisten, um gute Lösungen für die AufraggeberInnen zu finden.

 

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Ein Gschicht’l von

Katharina Franks

Katharina Franks

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katharina@omnes.at

Tags

Druck, Grafik, Nachhaltigkeit, print design

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