November

by Jürgen Bauer / November 2020

Wer nicht wirbt, stirbt: Ein Appell an Unternehmen

Wenn in Unternehmen der Sparstift angesetzt wird, dann häufig bei Werbeaktivitäten. Gerade jetzt ist aber eine nachhaltige Kommunikation für Unternehmen entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg ist.


„Wer nicht wirbt, der stirbt – das wusste schon der legendäre Unternehmer Henry Ford. Heute sollte es bei Unternehmen auch in Krisenzeiten nicht unterschätzt werden.“ Gerade in Krisenzeiten braucht es die Präsenz bei den Kunden. Das fängt schon mit dem tief verwurzelten Sicherheitsgefühl an: Mit der regelmäßigen Kommunikation an Konsumenten vermittelt die Marke, dass sie stets da ist. In ungewissen Krisenzeiten brauchen Menschen einen Anker, an dem sie sich anhalten können. So können Marken ihre Stärken zeigen – gerade in herausfordernden Zeiten trennt sich die Spreu vom Weizen.

 

Digital als Allheilmittel?
Lockdown, Home-Office und menschenleere Einkaufsstraßen – Corona hat die Welt kräftig durchgeschüttelt und hat unseren heutigen Alltag maßgeblich verändert. Restaurants und lokale Händler haben kurzerhand auf Online-Shops umgestellt und e-Commerce-Netzwerke aufgebaut. Die Kommunikation wird vorwiegend in den digitalen Bereich verlagert: Über Social Media Kampagnen, Online-Magazine und klassische Newsletter bleiben Marken mit ihren Kunden laufend im Kontakt. Das zeigt auch der Medienkonsum: Dieser steigt in Zeiten der Pandemie bei Fernsehen und Streaming, Social Media sowie Internetnutzung deutlich an.

Display-Kampagnen über Google Ads und Netzwerk-Kampagnen sind gefragter denn je. Oder nicht? Denn genau in dieser unsicheren Zeit wurden im Frühjahr 2020 viele Werbeeinschaltungen in der Branche trotz digitaler, allzeit verfügbarer Komponente bei vielen Unternehmen kurzerhand gestoppt. Marketingbudgets wurden eingefroren und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Und auch Events, Kongresse und Messen fielen in eine kurzfristige Starre. Nach der ersten Unsicherheit hat sich die Branche zusammengerafft und Online-Events mit möglichst viel Mehrwert auf die Beine gestellt. Gleichzeitig dürsten Unternehmen und Kunden nach dem persönlichen Kontakt. Vereinzelt fanden in den vergangenen Monaten wieder Präsenz-Events statt. Selbst in Zeiten von Abstand, wird also noch der menschliche Kontakt gesucht. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass eine komplette digitale Strategie für manche Unternehmen zwar das ideale Marketing-Tool. Für Unternehmen, die den direkten Kontakt und Austausch brauchen – B2B Messen, Berater sowie Coaches, Versicherungsmakler usw. – kann die digitale Kommunikation jedoch nur unterstützend wirken.

 

Neue Situation – altbewährter Marketing-Mix?
Wie erreichen wir die Zielgruppe also unter den neuen Bedingungen? Diese Frage stellte sich seit Beginn der Krise die Werbebranche umso eindringlicher. Manche Tools – von Events bis Out of Home – sind mehr oder weniger über Nacht von den Agenden gerutscht. Neue Wege mussten gefunden werden. Oder war es doch an der Zeit, die altbewährten Tools aus der Schublade zu ziehen? Direct Mailings und Postwurfsendungen haben die Menschen in ihrem Zuhause so effizient wie nie erreicht – noch nie waren wir in den vergangenen Jahren so viel in den eigenen vier Wänden, wie zu Corona-Zeiten. Und vor allem der Online-Bereich boomt seitdem: Von Content Marketing und Influencer Marketing über Display Ad Kampagnen und Social Media Ads bis zu Webinaren, White Papers und Search Engine Advertising (Google Ads) – Unternehmen nutzten nach der ersten Schockstarre die messbaren, digitalen Tools, um ihre Reichweite zu steigern. Kleine Händler stampften Onlineshops über Nacht aus dem Boden, Fahrtendienste stellen ihr Service auf Versorgungsfahrten um und Alkoholhersteller produzierten Desinfektionsmittel. Dieser Ideenreichtum wollte nach außen kommuniziert werden: Die hohe Nachfrage bei „Paid Digital“ durch die vielen Unternehmen führte dazu, dass die Kosten im Online-Bereich für die gebotene Reichweite so günstig waren, wie noch nie.

 

Werben in Krisenzeiten – und darüber hinaus!
Wer Flexibilität beweist, hat nicht nur in Krisenzeit die Nase vorne. Unternehmen sollten bei verändernden Situationen nicht sofort den Kopf in den Sand stecken und bei allen Ausgaben den Rotstift ansetzen. Es ist vor allem entscheidend sich darüber bewusst zu werden, dass die Menschen selbst in Krisenzeiten bzw. darüber hinaus die Produkte und Dienstleistungen benötigen (werden). Wer nicht wirbt, stirbt. Und wie der amerikanische Politiker Bruce Barton bereits sagte: „In guten Zeiten haben die Menschen den Wunsch zu werben, in schlechten Zeiten müssen sie es tun!“ Nur so garantieren Betriebe, dass sie laufend im Gespräch und im Relevant Set der Zielgruppe bleiben.

 


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Events, Kampagnen, marketing, Newsletter, Online